Der beste Kurzfilm aller Zeiten

AT 2022 / 12 Minuten

Filmfestivalleiterin Evelyn Bichlinger bleiben nur noch wenige Stunden bis zur Preisverleihung. Blöd, dass die Kurzfilmjury spurlos verschwunden ist, ohne jemandem zu sagen, welcher Kurzfilm einen Preis bekommt. Eine abenteuerliche Suche beginnt!

Uschi Nocchieri und Daniel Holzberg in "Der beste Kurzfilm aller Zeiten".
Ferri π Trümmel in "Der beste Kurzfilm aller Zeiten".
Fiona Ristl und Daniel Holzberg in "Der beste Kurzfilm aller Zeiten".
Uschi Nocchieri und Daniel Holzberg in "Der beste Kurzfilm aller Zeiten".

Cast

Uschi Nocchieri, Daniel Holzberg, Fiona Ristl, Ferri π Trümmel, Tony Matzl, Marc Weber, David Ketter, Barbara Lehner, Max Konrad, Jana Sophia Nester

Crew

Buch, Schnitt & Regie: Alexander Peskador
Produzent: Mathias Nobis
Co-Produzenten: Skander Kourgli, Alexander Peskador
Regieassistenz: Sebastian Bobik
Aufnahmeleiter: Jan Belzner
Bildgestaltung: Ferdinand Koestler
Focus Puller: Skander Kourgli
Materialassistenz: Simon Mück
Setton: Marita Halb, Elias Maximilian, Florian Poiss
Maske: Max Konrad, Jana Nester
Catering: Stefanie Fridrik
Color Grading: Bernhard Kiechl
Sound Design und Mixing: Elias Maximilian
Musik: Daniel Roden

Statement der Regie

Kann Kunst die Welt verändern? Zumindest ist das der Anspruch, der im Kulturbereich gerne an Kunstwerke gestellt wird. In Heinrich von Kleists Erzählung „Die heilige Cäcilie oder die Gewalt der Musik“ ist es ein mitreißendes Oratorium, das ein Nonnenkloster vor seiner Zerstörung bewahrt. Hätte ein solches Kunstwerk in unserer reizüberfluteten, bürokratisierten Welt überhaupt noch Platz?

Dieser Frage geht unser Film auf den Grund, in dem die Jury eines fiktiven Filmfestivals völlig überwältigt aus einem Kurzfilmprogramm kommt und nicht mehr in der Lage ist zu sprechen – geschweige denn ihrer Pflicht nachzugehen und einen Gewinnerfilm zu küren. Für die Festivalleiterin Evelyn Bichlinger, die von einem Pressetermin zum nächsten hetzt, beginnt eine kleine Odysee, als sie unter Zeitdruck der Jury entlocken muss, welcher der 26 Kurzfilme, die sie gesehen haben, einen Preis bekommt.

Trotz des bissigen Humors, den unsere Geschichte zweifelsohne hat, glaubt unsere Hauptfigur tief in ihrem Herzen an ein Kino, das Grenzen sprengt und seinem Publikum Grenzerfahrungen ermöglicht. Umso schmerzhafter wird ihr im Laufe der Geschichte bewusst, dass unserer neoliberalen, leistungsgetriebenen Welt ein aufrichtig bewegendes Kunstwerk tatsächlich eher ein Dorn im Auge ist. Am Ende sagt Evelyn ihre Termine ab, um sich dem zu widmen, wofür Filmfestivals eigentlich da sind: Filme schauen. Kann unser Kurzfilm die Welt verändern? Wir bleiben optimistisch.