Märtyrer der Strebsamkeit

DE 2021 / 14 Minuten

Als der Tod 1349 die Pest nach Württemberg bringen möchte, hat er die Rechnung ohne die beiden Wachsoldaten Volckel und Utz gemacht, die ihn in ein hitziges Streitgespräch über Pestverordnungen und Einreisebestimmungen verwickeln.

„Märtyrer der Strebsamkeit“ ist eine schwarzhumorige Abrechnung mit den Irrungen und Wirrungen der weltweiten Corona-Politik, und zugleich ein leidenschaftliches Plädoyer für mehr Solidarität und Empathie in Krisenzeiten.

Festivalteilnahmen

55. Internationale Hofer Filmtage
27. Filmschau Baden-Württemberg
35. Bolzano Film Festival Bozen
45. Grenzland-Filmtage Selb
7. Filmfest Bremen
22. Landshuter Kurzfilmfestival
28. Kurzfilmtage Thalmässing
18. Budapest Short Film Festival

Auszeichnungen

Publikumspreis (Kurzfilmtage Thalmässing)

Cast

Benedikt Paulun, Gunther Nickles, Robert Cecil Beerbohm

Crew

Buch & Regie: Alexander Fischer (Peskador)
Bildgestaltung: Vincent Eckert
Creative Producer: Maximilian Sachße
Producer: Paul Hartmann
Szenenbild: Jhana Nelles
Kostümbild: Leif Eisenberg
Schnitt: Simon Schares
Color Grading: Natalie Kölbl
Sounddesign: Daniel Kling

Eine Produktion der Filmakademie Baden-Württemberg
entstanden im Rahmen der Regie 2
Sommersemester 2021
Betreuender Dozent: Christian Wagner
Projektbetreuung: Silke Harten-Preiss

Statement der Regie

Am Beginn des Jahres 2020 war es kaum möglich sich vorzustellen, was für einen großen Keil die Corona-Pandemie in unsere Gesellschaft rammen wird. Jeder hat seine Meinung zu dieser Krankheit und keine scheint mit der eines Anderen vereinbar zu sein. Man könnte fast sagen, dass wir mehr damit beschäftigt sind, einander zu bekämpfen als die Pandemie. Daraus resultiert folgende Frage: Kann es überhaupt eine Möglichkeit geben, im Kino – einem Ort, der dafür geschaffen wurde, Menschen zusammenzubringen – über ein derart polarisierendes Thema zu sprechen?

Ja, wir glauben dass es möglich ist, und zwar im Gewand eines Historienfilmes. Sowohl die Epoche des Spätmittelalters als auch das Genre der Komödie dienen uns als Verfremdungseffekte. Die Pest, die im 14. Jahrhundert Europa heimsuchte, dient uns als Metapher für die aktuelle Pandemie. Die Wachsoldaten Volckel und Utz repräsentieren uns Menschen, die selbst im Angesicht des Todes nicht aufhören können miteinander zu streiten.

Vielleicht schaffen wir es ja, lachend diese Pandemie zu bewältigen, und wenn unser Film auch nur einen kleinen Beitrag dazu leisten kann, bin ich bereits überglücklich.