DE 2026 / 24 Minuten



Als Wilhelm beschließt, das Haus seiner verstorbenen Mutter Hildegard zu verkaufen, kehrt sie unerwartet aus dem Jenseits zurück – in Form einer mordlustigen Kaffeedose.
Festivals
16. Ramaskrik Film Festival
60. Internationale Hofer Filmtage
54. Curtas Festival do Imaxinario
48. Biberacher Filmfestspiele
19. Razor Reel Flanders Film Fest
26. Trieste Science+Fiction
2. Cine Bonn Bleu
34. ToruńCAMERIMAGE
Cast
Peter Sikorski, Magdalena Wiedenhofer, Enrico Falcinelli, Tomas Kutinjač, Maria Rebecca Sautter, Elisabeth Findeis
Crew
Regie: Alexander Peskador
Creative Producer: Paul Hartmann
Producer: Finn-Oliver Walter, Nikola Willems
Story: Paul Hartmann, Vincent Eckert, Alex Peskador
Drehbuch: Alex Peskador, Lorenzo Schicho, Gregor Schima
Szenenbild: Nele Gertsen
Kostümbild: Teresa Grosser
Maske: Mariam Atris, Zubeida Atris, Julia Jordan, Carola Walter
Masken- und Spezialeffekte: Patric Härle
Bildgestaltung: Anian Krone
Oberbeleuchter: Lukas Hauf
Tonmeister: Nicolai Boldt, Muhammet Can, Philipp Sonntag, Tristan Steinmetz
Casting: Jessica Layher
Regieassistenz: Judith Quast
Aufnahmeleitung: Priska Kraft
Line Producer: Luisa Kauer
Schnitt: Imanuel Thiele
Color Grading: Maxime Demartin
Filmmusik: Clemens David Krauß (Samples unterm Sofa)
Sounddesign: Richard Weigert
Tonmischung: Valentin Vankann, Pablo Mangweth Goiri
Eine Koproduktion der
Filmakademie Baden-Württemberg
und SWR
Redaktion: Brigitte Dithard
Redaktionsassistenz: Melanie Basler
Herstellungsleitung: Wolfgang Kerber
Herstellungsleitung (SWR): Andreas Hausmann
Auszeichnungen
Pharos Shiver Screen Award für einen Film aus dem Bereich Thriller, Horror, Action & Science-Fiction – verliehen auf den 60. Internationalen Hofer Filmtagen:
„Eine herrlich schräge, rabenschwarze Horrorkomödie, die ihre absurde Ausgangsidee mit großer Konsequenz und viel Einfallsreichtum ausspielt. Eine tyrannische Mutter, die selbst nach ihrem Tod ihren Sohn nicht loslassen kann und aus einer Malzkaffeedose heraus das Kommando übernimmt, das ist ebenso grotesk wie komisch und zugleich eine wunderbar zugespitzte Metapher für eine toxische Mutter-Sohn-Beziehung. Besonders überzeugend ist die präzise Inszenierung: Das Timing stimmt, die Dialoge sind trocken, pointiert und treffsicher, die Besetzung ist hervorragend. Wilhelm ist in seiner Hilflosigkeit ebenso komisch wie berührend, während die Mutter mit ihrer herrischen Selbstverständlichkeit für makabre Eskalationen sorgt, obwohl alles was wir von ihr sehen, nur eine Hand aus einer Dose ist. Mit immer neuen, originellen Wendungen treibt der Film seine absurde Prämisse konsequent auf die Spitze, steigert sich bis zu einem bitterbösen Finale und offenbart dabei eine eigenständige filmische Handschrift, von der wir in Zukunft noch viel erwarten dürfen“.
Begründung der Jury (bestehend aus Saralisa Volm, Benjamin Munz & Tini Tüllmann)
Statement der Regie
Tod und Abschied sind die zentralen Themen unserer Geschichte. Wir haben uns bewusst für sie entschieden, weil sie uns als die zentrale Herausforderung des menschlichen Lebens erscheinen. Gleichzeitig finden wir, dass Lachen und Unterhaltung die beste Medizin ist.
„Dosenmutter“ ist eine 25-minütige Achterbahnfahrt, die das Publikum mit skurrilen Einfällen, atmosphärischen Bildern und einem radikal anarchischen Humor regelrecht überrollen soll, um es danach hoffentlich mit einem breiten Grinsen im Gesicht wieder ins Leben zu entlassen.
Der Film ist gleichzeitig auch eine Liebeserklärung an das Medium Kino, wo – ganz im Sinne eines Georges Méliès – das Unmögliche möglich, und eine Blechdose lebendig und gefährlich werden kann. „Dosenmutter“ enthält zahlreiche Verweise zu Werken der Filmgeschichte, die mir viel bedeuten und mich im Laufe meines Lebens zum Kinoliebhaber gemacht haben: Die Abgründigkeit von Alfred Hitchcocks „Psycho“, die blitzschnellen Wortgefechte aus Frank Capra’s „Arsen und Spitzenhäubchen“, die steife Biederkeit aus Loriots „Ödipussi“, die bunten Exzesse aus Mario Bavas „Blutige Seide“ – ist es nicht wundervoll, wie viel das Kino zu bieten hat?
Ich bin der ehrlichen Überzeugung, dass das Kino mit seiner Fähigkeit, Menschen zum Staunen zu bringen, diese auch zusammenbringen kann, und das können wir in unserer heutigen Welt mehr denn je gebrauchen.



